CLASSEN Gruppe
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Unternehmen
Umweltkonzept
Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Nach bestandenem Prüfverfahren hat die CLASSEN-Gruppe die lückenlose Zertifizierung seiner Laminatfußboden-Produktion erreicht. Vom Forst bis zur fertigen Diele ist CLASSEN Laminatfußboden seit Sommer 2009 durch das PEFC, „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, zertifiziert. Die Entscheidung der CLASSEN-Gruppe für eine Zertifizierung mit dem PEFC basierte vor allem auf strengeren ökologischen Auflagen und den strikteren Prüfverfahren durch unabhängige Zertifizierer. So wird z.B. eine flächige Anwendung von Pflanzen- schutzmitteln nur als letztes Mittel und ausschließlich auf der Grundlage fachkundiger Begutachtung zugelassen. Basis des Forstzertifikats ist der regionale Waldbericht, eine Dokumentation des Ist-Zustandes, in den alle ökologischen und wirtschaftlichen Faktoren einfließen. Auf dieser Grundlage werden die Zertifizierungs-Richtlinien erarbeitet und zur Anwendung gebracht. Die Regionalität ist eine weitere Besonderheit beim PEFC. Daraus resultierend strebt das PEFC Mischbestände mit standortgerechten Baumarten angepasster Herkünfte an. Der Rohstoff Holz, der in der schier unendlichen Forstlandschaft der Mark Brandenburg in nachhaltiger Bewirtschaftung wächst, wird im MDF-Plattenwerk der Fiberboard GmbH zu qualitativ hochwertigem Ausgangsmaterial für die Möbel- und Laminatbodenindustrie verarbeitet. Auch das in direkter Nachbarschaft liegende Laminatwerk der CLASSEN Industries wird mit diesen HDF- und MDF-Platten beliefert, die die Basis für den CLASSEN-Laminatfußboden bilden. Hier kommen die Vorteile des integrierten Standortes zum Tragen: Vom Rohmaterial bis zur verkaufsfertig verpackten Handelsware werden alle maßgeblichen Produktionsschritte vor Ort in Baruth durchgeführt.

PEFC

PEFC – das weltweit erfolgreichste Forst-Zertifizierungsystem Seit der Gründung von PEFC Deutschland im Jahr 1999 wurden mit mehr als 7,3 Mio. Hektar rund zwei Drittel der deutschen Waldfläche zertifiziert. Auch schließen sich immer mehr Holz be- und verarbeitenden Unternehmen der PEFC-Waldschutzinitiative an. Aktuell sind rund 1.100 Unternehmen nach PEFC-zertifiziert und bieten entsprechend auch Produkte mit dem PEFC-Siegel an. Mit über 220 Mio. Hektar ist es weltweit das flächengrößte Waldzertifizierungssystem. Das 1990 gegründete FSC hingegen steht auf Platz 3 mit rd. 116 Mio. ha (Stand Juli 2009).
Ein Kraftwerk als Profitcenter
Ökologie und Ökonomie sinnvoll miteinander verbinden - dieses Ziel hatte sich die CLASSEN Gruppe bei der Planung für den Bau eines Heizkraftwerkes im Jahr 1997 gesetzt.
Ziel war es, große Mengen, in der Produktion anfallender Holzstäube und - Späne, sinnvoll zu nutzen.
Da es sich bei diesen Wertstoffen um einen hochwertigen Brennstoff handelt, kam hier nur eine thermische Verwertung in Frage. Unter Federführung des Ingenieurbüro Peters in Dillenburg wurde 1997 mit der Planung für ein Heizkraftwerk begonnen, das für die Branche ein richtungsweisendes Konzept mit höchstmöglicher Wirtschaftlichkeit werden sollte.

Die Aufgabenstellung war nicht einfach.
Es sollte eine Anlage mit höchstmöglicher Effizienz errichtet werden, d.h. Verwertung der anfallenden Brennstoffmengen unter Berücksichtigung und Einhaltung aller gesetzlicher Vorschriften und Grenzwerte. Weiterhin eine jährliche Betriebszeit der Anlage von mindestens 8.000 Stunden über viele Jahre.

Außerdem sollte Thermoöl für die Produktionsanlagen erhitzt werden und es mußten Hallen mit einer Fläche von mittlerweile 80.000 m² beheizt werden, die im Sommer und Winter variable Wärmebedarfe haben. Schließlich sollte Strom soviel wie möglich, und Wärme soviel wie nötig erzeugt werden.

Über allem Stand das zur Verfügung stehende Budget, das es einzuhalten galt. Am 4. Dezember 1998 ging die in Rekordzeit geplante und genehmigte Anlage in Betrieb. Das Kraftwerk ist nun mittlerweile fünf Jahre in Betrieb. Es hat vom ersten Einschalten bis heute sehr gut funktioniert. Nur wenige Abschaltungen für turnusmäßige Wartungen und Reparaturen waren bisher erforderlich.

Die während der Planung sehr hoch gesteckten Ziele wurden bisher in vollem Umfang erreicht. Die anfallenden Holzstäube und -Späne in einer Menge von ca. 16.000 Tonnen pro Jahr werden, umweltschonend, thermisch verwertet. Hiermit werden, seit Inbetriebnahme der Anlage 1998 jährlich ca. 13 Mio. kWh Strom erzeugt und in das Netz des Stromversorgungsunternehmen eingespeist.

Die Vergütung hierfür erfolgt über die Regelung des Stromeinspeisegesetzes. Der größte Teil der Wärmeversorgung der Produktionsanlagen mit Thermoöl wurde dauerhaft erreicht. Die Beheizung der Betriebsgebäude während der Heizperioden war und ist sichergestellt.

Technische Daten
Feuerungsleistung
11,60 MW
Dampfleistung
12,50 tD/h
Brennstoffheizwert
4,85 kWh/kg
Brennstoffverbrauch
2,27 t/h
Dampfdruck max.
52,00 bar
Dampftemperatur
490° C
Dampfdruck max.
52,00 bar
Thermoölwärme max.
1.150 kW
Dampfdruck max.
52,00 bar
Raumwärme bis
4.500 kW
Stromerzeugung bis
2.500 kW
Betriebszeit
8.000 h/a